BÜRGERINITIATIVE PRO JEETZETAL
BÜRGERINITIATIVE PRO JEETZETAL

Aktuell

29.06.2017

Naturzerstörung, ein weiteres Kapitel!

Es gibt im Jeetzetal Landbesitzer, die ein großes Interesse an der Errichtung des Windparks haben, da sie ein oder sogar zwei Windräder auf ihren Grundstücken gestellt bekommen würden. Das große persönliche Interesse am Windpark beruht auf den in Aussicht gestellten sehr hohen Pachteinahmen. Und so kommt es, dass alle Tugenden vergessen werden und auf Kosten der Natur Tatsachen geschaffen werden.
Seit längerer Zeit wird ein naturschutzfachlich wichtiger Waldbestand in Grünflächen umgewandelt, Schilfflächen verschwinden, Teiche werden zugeschüttet und Feldgehölze werden abgeholzt. Vor 25 Jahren sind Fördergelder des Landes Sachsen-Anhalt in diese Flächen geflossen. Bis vor kurzem waren die Biotope eingezäunt und mit Schildern gekennzeichnet. Pikanterweise stellt sich der Vorhabenträger (laut den letzten vorgelegten Planungsunterlagen) vor, an genau dieser Stelle eine Zufahrt bzw. Bahnüberquerung zu realisieren. Die BI hatte darauf schon vor längerer Zeit hingewiesen und vor der bevorstehenden Naturzerstörung gewarnt.
Inzwischen ist auch hier der vorläufige traurige Höhepunkt erreicht. Der nächste Zaun ist verschwunden und das letzte Schild ist seit Ende Mai 2017 auch nicht mehr vorhanden. Es werden wohl weitere Feldgehölze verschwinden, mit der Zuschüttung des nächsten Teiches ist zu rechnen.

Das Umweltamt schreibt den Landbesitzer zu seinen Vergehen zwar an, aber die Naturzerstörung kann damit  nicht rückgängig gemacht werden.

Da es sich laut Schild um geschützte Biotope nach § 30 des Naturschutzgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt handelt, stellt sich die Frage, mit welchen Konsequenzen zu rechnen ist, um der weiteren Zerstörung der Natur Einhalt zu gebieten.

22.06.2017
Der Wahnsinn geht weiter!

Die Naturzerstörung zwischen Siedenlangenbeck hat den nächsten traurigen Höhepunkt erreicht. Hoffentlich ist es diesmal der letzte!
Mitte Mai wurde die erste Feuchtstelle am alten Rinderstall trockengelegt und umgegrubbert. Mit den Gräsern, Binsen und Seggen sind auch alle Bodenbrüter samt Gelege verschwunden.
Traurige Bilanz:
Steinschmätzer 2-3 Paare (Rote Liste Kategorie 1 – vom Aussterben bedroht)
Braunkehlchen 1 Paar (Rote Liste Kategorie 2 – stark gefährdet)
Schwarzkehlchen 1 Paar
Wiesenschafstelze 1 Paar
Kiebitz 1 Paar (Rote Liste Kategorie 2 – stark gefährdet)

Nach diesem Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz gab es auf Drängen der BI am 19. Mai einen Vor-Ort-Termin mit Beteiligung des Umweltamtes, dem Kreisnaturschutzbeauftragten und Vertretern der BI. Als Vertreter der Agrargesellschaft waren der Geschäftsführer Herr Schmidt sowie Herr Josten vor Ort. Im Termin wurde der Umgang mit der verbliebenen Feuchtfläche abgestimmt. Es wurde klar festgelegt wie und wann gemäht wird, wieviel Abstand beim Mähen zur Feuchtfläche gehalten wird sowie wann und wie gedüngt wird. Ziel war es, die Brutplätze unter anderem der Kiebitze sowie deren Jungvögel zu schützen.
Des Weiteren wurde seitens des Umweltamtes die Unterstützung bei der Beschaffung von Ausfallgeldern angeboten. Herr Schmidt lehnte dies ab, sagte aber seine volle Unterstützung beim Naturschutz zu.
Am 24. Mai dann das nächste „Missverständnis“. Nachdem die Fläche eigentlich schon mit ausreichend Abstand zum Biotop gemäht wurde, kam der „übereifrige Mitarbeiter“ (so nennt ihn Herr Schmidt) zurück und mähte das Biotop nahezu komplett nieder. Nur auf Grund der starken Feuchtigkeit bleiben ein paar Quadratmeter stehen. Den Jungvögeln der Kiebitze hat dies nichts genützt. Sie konnten den Kreiselmähern nicht entkommen und beendeten ihr Leben bevor es richtig begann. Auch die Altvögel haben das Gebiet nach der Umweltzerstörung verlassen.
Herr Schmidt hat auf Nachfrage der Zeitung das ganze Thema verharmlost, von Missverständnissen gesprochen und mitgeteilt, dass „nur eine Ecke des Biotops erwischt“ wurde. Leider ist dies nicht so, wie man auf den Bildern erkennen kann.
Dass es innerhalb so kurzer Zeit zweimal zu solch einem Missverständnis kommt ist kaum zu glauben. Wenn man nun auch noch weiß, dass der „übereifrige Mitarbeiter“ Landbesitzer in diesem Bereich ist und vom Bau des Windparks stark profitieren würde, kann man an ein Versehen erst recht nicht mehr glauben. Wenn man dann auch noch weiß, dass jährlich viele tausend Euro auf sein Konto fließen, da ein Windrad auf seinem Grundstück steht, ist die Sache ganz klar. Der Naturschutz ist der wichtigste Grund, weshalb der Windpark nicht genehmigungsfähig ist. Deshalb hilft nur die Zerstörung der Natur. Da dies aber ein Verstoß gegen das Naturschutzgesetz ist, handelt es sich um eine Straftat. Und eine Straftat muss angezeigt werden. Dies hat die Naturschutzbehörde konsequenter Weise auch getan und inzwischen untersucht die Staatsanwaltschaft den Fall. Es ist abzuwarten ob Herr Schmidt ebenfalls konsequent ist und die Strafe beim Mitarbeiter ankommt oder ob die Agrargenossenschaft die Strafe übernimmt.
Wenn es sich, wie von Herrn Schmidt behauptet, um ein Versehen handelt, dann sind wir gespannt wie er den irreparablen Schaden wenigstens ein wenig wieder ausgleicht! Die BI wird gern mit ihm zusammenarbeiten. Wir sind auf seine Vorschläge gespannt.
In unserem Pressearchiv können Sie die Berichterstattung der Zeitung und auch die Meinungen von Lesern nachlesen. Zum Beispiel hat Walter Jakel, Kreisvorsitzender des BUND Stellung genommen.

 

29.3.2017

Unsere Bürgerinitiative hatte für anstehende Naturschutzprojekte finanzielle Unterstützung bei der Gemeinde Kuhfelde beantragt. Wurde unser Antrag im letzten Jahr noch komplett abgelehnt, so erhalten wir dieses Jahr erstmals 500€. Wir möchten uns dafür herzlich bedanken. Die Verwendung des Geldes werden wir selbstverständlich sorgfältig dokumentieren. Im vergangenen Jahr haben wir neben dem Kampf gegen die Windräder erstmals mit aktiver Naturschutzarbeit begonnen. An der Jeetze bei Audorf wurde ein Eisvogelbrutkasten aufgestellt, ein zweiter an anderer Stelle soll dieses Jahr folgen. Zudem haben wir vor einigen Wochen begonnen, das ehemalige Trafohaus (Turm) am Beetzendorfer Park umzubauen und zu gestalten. Derzeit ziehen wir eine zusätzliche Zwischendecke ein, um Arbeitsraum und Aufstellmöglichkeiten für Nist- und Brutkästen zu schaffen. Über die Nutzung des Turms besteht ein Vertrag zwischen der Gemeinde Beetzendorf und dem Verein "Vogelschutz online e.V.", in dem einige unserer Mitstreiter bereits aktive Mitglieder sind. Unsere Projekte sollen künftig auch auf diesen Seiten dokumentiert werden, etwas Zeit benötigen wir noch dafür. Wer sich für die Naturschutzarbeit im Jeetzetal interessiert, dem sie der Vortrag von Dr. Dirk Schäffer, siehe weiter unten, sehr zu empfehlen. Um Unterstützung jeglicher (zum Bsp. handwerklicher) Art würden wir uns freuen, nehmen Sie einfach mit uns Kontakt auf.

Vorträge auf unserer Informationsveranstaltung am 10.2.2017 im Dorfgemeinschaftshaus Siedenlangenbeck

 

 

"Windkraft - aktuelle Zahlen und Fakten"

Enrico Lehnemann

 

 

"Windpark Siedenlangenbeck - Stand der Dinge"

Jörn Thaute

 

 

"Ergebnisse der avifaunistischen Kartierungen im Jeetzetal"

"Praktische Naturschutzarbeit im Jeetzetal - Projekte und Ziele"

Dr. Dirk Schäffer

Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative

 

Am 10.2.2017 kamen ca. 90 interessierte Bürger und Bürgerinnen zu unserer Informationsveranstaltung ins Dorfgemeinschaftshaus nach Siedenlangenbeck. Nach mehr als 2 Jahren intensiver Arbeit war es uns ein Bedürfnis, die Ergebnisse unserer eigenen avifaunistischen Erfassungen und unsere geplanten Naturschutzprojekte einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Zu der Veranstaltung waren Landespolitiker aller im Landtag vertretenden Parteien eingeladen. Dorothea Frederking (Bündnis 90/Die Grünen), Andreas Höppner (Die Linke) und Hannes Loth (AfD) nahmen die Einladung an, Jürgen Barth (SPD) musste leider kurzfristig absagen. Von der Landes-CDU nahm niemand teil, trotz Einladung und zahlreicher Telefonate mit mehreren Landtagsabgeordneten und dem Fraktionsbüro in Magdeburg.


Im ersten Vortrag des Abends beleuchtete Enrico Lehnemann den Stand der Dinge beim Ausbau der Windkraft. Sein Fazit: Wir stehen erst ganz am Anfang der Landschafts- und Lebensraumzerstörung durch die Windindustrialisierung, trotzdem macht ein weiterer Ausbau keinen Sinn, Stromspeicher wären notwendig, diese sind aber in den erforderlichen Dimensionen Utopie, Science Fiction.
Jörn Thaute berichtete anschließend über den Stand der Dinge im Genehmigungsverfahren. Er lieferte einen umfassenden Überblick aller bekannten Fakten ab dem Jahre 2009 bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt. Sein Fazit: Noch immer sind viele Fragen zur Ausweisung des Windvorranggebietes im Jeetzetal im Jahre 2011 offen, insbesondere Fragen zur „Unterschlagung“ zahlreicher naturschutzfachlicher Einwände von Naturschutzverbänden und Behörden.
In einem dritten beeindruckenden Vortrag berichtete Dr. Dirk Schäffer über Methodik und Ergebnisse der ornithologischen Erfassungen im Jeetzetal in den vergangenen und früheren Jahren. Mit bereits 135 nachgewiesenen Vogelarten, darunter zahlreichen bedrohten, stellt das Jeetzetal ein bedeutendes Gebiet für Zug-, Rast-, und Brutvögel dar. Anhand belegbarer dokumentierter Fakten ist ein Windindustriegebiet in dieser Region mehrfach nicht genehmigungsfähig. Neben den Ergebnissen der Erfassung stellte Dr. Schäffer künftige Naturschutzprojekte der Bürgerinitiative vor.
In der anschließenden Diskussion, moderiert durch Cornelia Wiechmann, konnte sich kein Politiker zu einem klaren Statement zugunsten der Natur im Jeetzetal durchringen. Aus dem Publikum kamen vorwiegend kritische Stimmen zur sogenannten Energiewende. Ralf Knapp als Vertreter des NABU untermauerte die Ergebnisse der BI und stellte klar, dass ein Windpark in dieser Gegend nichts verloren hat. Sein Verband wird notfalls vom Klagerecht Gebrauch machen, sollte dies notwendig sein. Günther Serien, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Kuhfelde, machte in seinem Statement aus seiner ablehnenden Haltung zum Windpark keinen Hehl. Unter anderem begründete er die Ablehnung des Erschließungsvertrages mit dem Vorhabenträger damit, dass ein Vertrag ohne Genehmigung keinen Sinn macht. Zudem ließ er keinen Zweifel aufkommen, sich auch zukünftig für die Belange der deutlichen Mehrheit der Bevölkerung, nämlich gegen den Windpark, zu engagieren.

 

Wir möchten uns bei allen Teilnehmern und Gästen nochmals herzlich bedanken.
Die Veranstaltung wurde mit Hilfe des Offenen Kanals Salzwedel aufgezeichnet. Der Mittschnitt wird in der Woche ab dem 13.3. im OK Salzwedel ausgestrahlt. Aus technischen Gründen beschränket sich der Mittschnitt auf die Vorträge. Der Beitrag wird zu gegebener Zeit auch an dieser Stelle veröffentlicht werden.

 

Hier einige Impressionen:

Einladung an alle interessierten Bürger und Bürgerinnen zur öffentlichen Informations-veranstaltung der Bürgerinitiative "Pro Jeetzetal" am 10. Februar 2017 um 19.00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Siedenlangenbeck

 

Seit mehr als 2 Jahren engagiert sich unsere Bürgerinitiative gegen den Bau des Windindustriegebietes Siedenlangenbeck im Jeetzetal zwischen den Ortschaften Audorf, Püggen, Groß Gischau und Siedenlangenbeck.
Im Mittelpunkt der Aktivitäten unserer BI stand und steht dabei stets die praktische Naturschutzarbeit. Einen Hauptbestandteil stellt die Planbeobachtung und Kartierung der Avifauna des Jeetzetals dar.
Nach 2 Jahren intensiver Datenerhebungen sind wir nun in der Lage, anhand unserer Ergebnisse (u.a. 133 festgestellte Vogelarten) der Öffentlichkeit darzulegen, warum ein derartiger Windpark im Jeetzetal einen nicht zu korrigierenden Schaden für diese einzigartige Naturlandschaft verursachen muss.
Zudem wollen wir unser Konzept zum Erhalt des Status Quo und einer darauf aufbauenden ökologischen Aufwertung des Jeetzetals mithilfe von Naturschutzprojekten vorstellen.

 

Zu der Veranstaltung haben wir Landespolitiker aller im Landtag vertretenen Parteien sowie Lokalpolitiker eingeladen.

 

Programmablauf:
(Änderungen vorbehalten)

 

19:00 Uhr    Begrüßung
19:10 Uhr    Vortrag: „Windkraft - aktuelle Zahlen und Fakten“ (Enrico Lehnemann)
19:30 Uhr    Vortrag: „Windpark Siedenlangenbeck - Stand der Dinge“ (Jörn Thaute)
19:50 Uhr    Vortrag: „Ergebnisse der avifaunistischen Kartierungen im Jeetztal“ (Dr. Dirk Schäffer)
20:20 Uhr    Vortrag: „Praktische Naturschutzarbeit im Jeetzetal - Projekte und Ziele“ (Dr. Dirk Schäffer)
20:30 Uhr    Statements/Fragen
21:00 Uhr    Verabschiedung

5.11.2016

Aktueller Stand nachgewiesener Vogelarten: 133

 

20.10.2016

Der Gemeinderat Kuhfelde hat dem Erschließungsvertrag mit dem Vorhabenträger nicht zugestimmt. Die Gründe dafür sind uns nicht bekannt, sie sind Sache des Gemeinderates. Derweil verkündet der Bürgermeister, gegen das Votum vorgehen zu wollen, um, wie er meint, "Schaden von der Gemeinde abzuwenden". Wir hätten einen wesentlich besseren Vorschlag, wie nachhaltiger Schaden von der Gemeinde und der ganzen Region abgehalten werden kann. Dieser Vorschlag ist seit nunmehr 2 Jahren der Leitspruch unseres Handelns. Er lautet: KEINE WINDRÄDER IM JEETZETAL!

 

9.7.2016

Aktueller Stand nachgewiesener Vogelarten: 131

 

28.6.2016

Aktueller Stand nachgewiesener Vogelarten: 129

 

3.5.2016

Aktueller Stand nachgewiesener Vogelarten: 125

 

28.4.2016

Aktueller Stand nachgewiesener Vogelarten: 120

 

7.3.2016

Na, denn man tau!

(Ausschnitt aus dem Volksstimme-Artikel vom 7.3.2016 zum Wahlforum der Bürgermeisterkandidaten)

Es sei daran erinnert, dass das Windindustriegebiet seit nunmher 1,5 Jahren das Genehmigungsverfahren durchläuft! An den Schmusekursteilnehmern liegt es indess nicht, dass immer noch keine Entscheidung der Genehmigungsbehörde vorliegt. Der Vorhabenträger ist in der Bringschuld (Zuwegung, Umweltverträglichkeitsprüfung,...), das sollte doch eigentlich alles bekannt sein.

15.2.2016

Viel Wind um nichts

Was soll man schreiben, wenn es nichts zu schreiben gibt? Gerne hätten wir an dieser Stelle Neuigkeiten zum Planungsstand des Windindustriegebietes Siedenlangenbeck veröffentlicht. Der Tagesordnungspunkt 6 der heutigen öffentlichen Gemeinderatssitzung in Kuhfelde klang vielversprechend: „Information der Firma Enercon“. Etwa 20 interessierte Bürger hatten sich eingefunden und lauschten gespannt den Ausführungen des Vorhabenträgers. Zunächst wurde eine Karte gezeigt, in der wohl die aktuell geplante Zuwegung eingezeichnet war – nun ja, das kannten wir schon. Es wurde der für das Bauvorhaben notwendige Erschließungsvertrag mit der Gemeinde angesprochen – nun ja, das Thema ist bekannt. Gewerbesteuern? Auch nichts Neues. Und dann? War Schluss.  

7.1.2016

Ein neues Jahr hat begonnen, wir schauen optimistisch nach vorn.

Dieses Jahr wird es eine Entscheidung geben - geben müssen. Vorraussetzung bleibt natürlich, dass es die Enercon schafft, alle fehlenden Unterlagen bei der Genehmigungsbehörde einzureichen.

Im wesentlichen sind es drei Hürden, die es zu überwinden gilt:

1. Die Zuwegung muss gesichert sein (hier geht das Verwirrspiel indes weiter, es kursiert bereits das Gerücht einer fünften Variante!)

2. Ist Hürde 1 genommen, so könnte im Gemeinderat über ein Flächennutzungsvertrag abgestimmt werden. Diesen Vertrag braucht die Enercon, da einige das Bauvorhaben betreffende Flächen unter Verwaltung der Gemeinde stehen.

3. Die dritte Hürde bleibt unüberwindbar. Wir haben mehrfach betont, dass wir den Windpark aus naturschutzfachlicher Sicht für nicht genehmigungsfähig halten. Die Untere Naturschutzbehörde hat dies mit ihrer Stellungnahme vom 3.6.2015 (liegt der BI vor) unmissverständlich bestätigt: "Das geplante Vorhaben ist aus naturschutzfachlicher Sicht vollständig abzulehnen."

In diesem Sinne wünschen wir uns und allen Freunden des Windkraftfreien Jeetzetals ein erfolgreiches Jahr!

5.1.2016

Aktueller Stand nachgewiesener Vogelarten: 111

14.12.2015

Eins, zwei oder drei – vorbei!

Hier kommt Variante 4

So sieht sie aus, die aktuelle (mittlerweile vierte) Idee der Zufahrt zu den Windkraftanlagen bzw. zu deren Baustellen. Wer das Gebiet kennt, weiß, wieviel Naturzerstörung infolge des Trassenbaus die Konsequenz wäre. Diesbezüglich sehr „spannend“ finden wir die Stelle, an der es über die Bahnlinie gehen soll. Ob man einen so dahin „geklierten“ Plan allerdings ernst nehmen soll, lassen wir mal dahin gestellt.

11.12.2015

Bislang alles nur mündlich formuliert und mit bunten Bildern präsentiert
99% der Gewerbesteuer soll an dem Ort fällig werden, an dem der Windpark errichtet wird, so die bisherigen Annahmen, so die bisherigen Aussagen von Vorhabenträger und des Bürgermeisters der Gemeinde Kuhfelde.
"Gibt es dazu einen Vertrag?", wollte ein Einwohner wissen. "Nein, den gibt es nicht", musste der Bürgermeister auf der heutigen öffentlichen Gemeinderatssitzung eingestehen! Er konnte lediglich auf Aussagen und Präsentationen der Enercon verweisen.

24.11.2015

Aktueller Stand nachgewiesener Vogelarten: 110

16.11.2015

Aktueller Stand nachgewiesener Vogelarten: 109

Die Details heben wir uns auf für die öffentliche Beteiligung im Genehmigungsverfahren.

2.11.2015

(Leserbrief Vorabdruck)

Jeetzetal ohne Windräder

Ein Jahr nach der Gründung der Bürgerinitiative dreht sich noch kein einziger Windradflügel im Jeetzetal, können Rotmilan und Mäusebussard weiterhin ungestört auf Beute gehen, können Gänse und Kraniche unversehrt durchs Tal ziehen. Selbst wenn im Frühjahr Schwarz- und Weißstorch aus dem Süden zurückkehren, werden sie ihr Habitat so vorfinden, wie sie es im Herbst verlassen haben. Warum ist das so? Schien nicht alles längst in Sack und Tüten? Und warum auf einmal diese Hektik und Aufregung bei den wenigen Windparkbefürwortern? Einige Antworten sind bekannt. Beide beteiligten Gemeinden haben ihr Einvernehmen versagt, die Zuwegung ist nicht geklärt, Baulasten stehen aus. Die entscheidende Antwort aber dürfte für viele neu sein. Die Untere Naturschutzbehörde hat das Vorhaben aus naturschutzrechtlicher Sicht, insbesondere aus Gründen des Arten- und Habitatschutzes sowie des Landschaftsbildes ABGELEHNT! Was bedeutet das? Ist jetzt alles vorbei? Noch nicht ganz. Die Genehmigungsbehörde hat eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) angeordnet, das Vorhaben wird nun im sogenannten förmlichen Verfahren fortgeführt, und es wird sich deshalb weitere Monate hinziehen. Sollte es der Vorhabenträger schaffen, alle notwendigen Antragsunterlagen zusammen zu bekommen, so wird es anschließend eine öffentliche Beteiligung und schließlich eine Entscheidung geben. Klingt kompliziert? Bleiben Sie einfach optimistisch, wir sind es schon lange.

Ihre BI Pro Jeetzetal.

15.10.2015

Die aktuellen Ergebnisse unserer eigenen avifaunistischen Erfassungen im Jeetzetal zwischen Siedenlangenbeck und Audorf lassen uns weiterhin optimistisch in die Zukunft blicken.
Bislang (seit April/Mai 2015) konnten 105 Vogelarten festgestellt werden.
Derzeit konzentrieren wir uns auf die Erfassung des Vogelzuges. Dazu möchten wir wieder alle Bürger einladen, sich einzubringen. Die BI nimmt weiterhin gern Hinweise und Beobachtungen zum Vogelzug sowie zum Vorkommen von Vögeln und anderen schützenswerten Arten entgegen.

25.8.2015

Seit gut einem Jahr (exakt seit dem 21.8.2014) befindet sich der Windpark Siedenlangenbeck im Genehmigungsverfahren.

Bleiben Sie optimistisch, wir tun es auch, dass dieser Windpark nie errichtet wird!

29.7.2015

Da die Windkraftanlage 4 auf dem Gebiet der Gemeinde Rohrberg stehen soll, ist auch Rohrberg am Genehmigungsverfahren beteiligt.

Auf der heutigen Gemeinderatssitzung in Rohrberg wurde in einer öffentlichen Abstimmung das Einvernehmen der Gemeinde nach §36 BauGB zum Bauvorhaben Windpark Siedenlangenbeck mit

1 Ja-Stimme, 8 Nein-Stimmen und 2 Stimmenthaltungen ABGELEHNT!!!

21.7.2015

Der Gemeinderat Kuhfelde sollte heute in Püggen auf der Ratssitzung im nichtöffentlichen Teil über einen "Erschliessungsvertrag zum Windpark Siedenlangenbeck-Rohrberg-Püggen" abstimmen. Da die Gemeinde bereits ihr gemeindliches Einvernehmen versagt hat, machte dies für einige Ratsmitglieder keinen Sinn und es wurde der Antrag gestellt, diesen Punkt von der Tagesordnung zu nehmen. Dem stimmte der Bürgermeister nicht zu, ließ aber darüber abstimmen. Ergebnis: 7 Ratsmitglieder (die Mehrheit!) stimmten für die Streichung der Abstimmung.

11.7.2015

Die letzte Erfassung der Avifauna im und rund um das Windvorranggebiet am vergangenen Wochenende (4.7.) war ein voller Erfolg. Neben den bereits erfassten Arten konnten weitere nachgewiesen werden, so dass die Zahl auf derzeit über 80 angewachsen ist.
Ein Höhepunkt des Tages war sicherlich der Überflug des Schwarzstorches. Die Fotoaufnahme entstand südlich des Windvorranggebietes westlich der Audorfer Wassermühle. Der Schwarzstorch kam aus Richtung Beetzendorf angeflogen, drehte über uns eine "Ehrenrunde" und verschwand hinter dem alten Melkstand aus dem Sichtfeld, er flog also direkt ins Windvorranggebiet.
Riesengroßes Glück an diesem Tag hatte ein Rotmilan. Völlig durchnässt und entkräftet lag der Jungvogel rücklings auf dem Waldboden und konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien, die Ursache für das Unglück war wahrscheinlich der heftige Sturm am Vortag. Nachdem Dr. Schäffer das Tier vorsichtig auf die Wiese setzte, dauerte es nicht lange, bis es die ersten Flugversuche unternahm. Schließlich schaffte es der prächtige Vogel nach einigen Minuten, einen nahegelegenen Koppelpfahl anzufliegen, auf dem er sich in der Sonne sein Gefieder trocknetete.

30.6.2015

Auf der heutigen Gemeinderatssitzung in Kuhfelde wurde in einer öffentlichen Abstimmung das Einvernehmen der Gemeinde nach §36 BauGB zum Bauvorhaben Windpark Siedenlangenbeck mit

6 Ja-Stimmen, 6 Nein-Stimmen und einer Stimmenthaltung ABGELEHNT!!!

25.6.2015

(Leserbrief Vorabdruck)

Windpark Siedenlangenbeck – die Gemeinde muss sich äußern!
Am 30.6. findet die nächste öffentliche Sitzung des Gemeinderates Kuhfeldes statt. Dort wird wieder das Thema „Windpark Siedenlangenbeck“ anstehen. Die Gemeinde hat innerhalb des Genehmigungsverfahrens die Möglichkeit, der Genehmigungsbehörde das Einvernehmen zum Bauvorhaben mitzuteilen bzw. das Einvernehmen zu versagen. Geregelt wird dies durch den Paragraphen 36 des Baugesetzbuches. Dazu ist eine Frist von 2 Monaten nach Eingang der Genehmigungsunterlagen bei der Gemeinde einzuhalten. Die Frist endet am 3.7.

Im Zuge des Genehmigungsprozesses zum Windpark Siedenlangenbeck wurden die Planungsunterlagen vor einigen Wochen neu eingereicht, da die WEA 4 um ca. 50m in südliche Richtung verschoben wurde. Damit begann, vereinfacht gesagt, der Genehmigungsprozess von neuem, die beteiligten Gemeinden wurden angeschrieben und haben nun die Möglichkeit, sich erneut zu äußern. Dabei geht es nicht um die Beurteilung des neuen Standortes der WEA 4 sondern um den gesamten Windpark. Die Gemeinde Kuhfelde ist also in der komfortablen Lage, erneut über das Einvernehmen diskutieren zu dürfen. Der Paragraph 36 BauGB äußert sich dazu wie folgt: „Das Einvernehmen der Gemeinde und die Zustimmung der höheren Verwaltungsbehörde dürfen nur aus den sich aus den §§ 31, 33, 34 und 35 ergebenden Gründen versagt werden.“ Wer die Paragraphen studiert, das ist im Zeitalter des Internets recht einfach, erfährt, das unter anderem die Erschließung (also Zufahrten etc.) des Bauvorhabens gesichert sein muss. Nach dem aktuellen Kenntnisstand der BI Pro Jeetzetal führt die Zufahrt zu den 4 Anlagen östlich der Bahnlinie immer noch über ein Grundstück, deren Besitzer die Überfahrtrechte nicht erteilt hat. Die Route führt immer noch über Siedenlangenbeck vorbei am Gemeindehaus, so wie es von Anfang an geplant war.

Ein sehr wesentlicher Aspekt im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben des Windparks Siedenlangenbeck wird im Paragraphen 35 abgehandelt. „Eine Beeinträchtigung öffentlicher Belange liegt insbesondere vor, wenn das Vorhaben … Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege, des Bodenschutzes, des Denkmalschutzes oder die natürliche Eigenart der Landschaft und ihren Erholungswert beeinträchtigt oder das Orts- und Landschaftsbild verunstaltet.“ Zum Thema Naturschutz gibt es objektive Bewertungskriterien. Die Bi hat in den vergangenen Monaten unter anderem mehrere(!) besetzte Rotmilanhorste nachgewiesen. Diese wurden den Behörden zum Schutz der Vögel selbstverständlich gemeldet. Viele wichtige Informationen zur Avifauna im Jeetzetal können im Artikel von Dr. Schäffer "Die Jeetzeniederung - Rückzugsgebiet für bedrohte Vogelarten" auf unserer hompage jederzeit nachgelesen werden.

Nun ist der Gemeinderat gefordert. Wir werden die Diskussionen am kommenden Dienstag sehr genau verfolgen.

11.6.2015

Die BI hat sich entschlossen, mit ihren bisherigen Erhebungen zur Avifauna im Jeetzetal an die Öffentlichkeit zu gehen. Lesen Sie dazu den Beitrag unseres Ornithologen Herrn Dr. Dirk Schäffer vom Verein "Vogelschutz-online e.V.".

Herr Schäffer berät und unterstützt uns seit einigen Monaten. Wir möchten ihm an dieser Stelle herzlichst danken für die bisherigen Mühen und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

Der Artikel ist auch als Leserbrief in der AZ und als redaktionell bearbeiteter Beitrag in der Volksstimme (siehe Presse) erschienen.

Anmerkung: Alle erfassten Daten sind zum Schutz der Vögel, Horste und Brutpaare selbstverständlich den entsprechenden staatlichen Stellen übermittelt worden!

 

"Die Jeetzeniederung - Rückzugsgebiet für bedrohte Vogelarten"

von Dr. Dirk Schäffer

 

Die Bürgerinitiative „Pro Jeetzetal“ und der Vogelschutz-online e.V. führen seit April/Mai 2015 regelmäßige Erfassungen zur Avifauna zwischen Siedenlangenbeck und Audorf durch.

Bisher wurden insgesamt 71 Vogelarten im Gebiet festgestellt. Dazu kommen noch bis zu 10 Arten, die ausschließlich im Winter oder in der Zugzeit zu beobachten waren. Die letzte systematische Kartierung zum Brutvogelatlas der Altmark aus dem Jahr 2005 wies bis zu 89 Arten aus. Ob diese Zahl in 2015 erreicht wird, bleibt abzuwarten, da sich die Umweltbedingungen für einige Arten in den letzten Jahren erneut rasant veränderten. Erholten sich einige Vogelarten in den 90iger Jahren aufgrund von Extensivierungs-, Grünland- und Brachenprämien stellt der Trend zum vorrangigen Anbau von Energiepflanzen, reduzierte Fruchtfolgen und das mehrmalige Mähen des gedüngten Grünlandes einen neuen Einschnitt dar. Vor allem die Zugvogelarten geraten durch die klimatischen Veränderungen in den Überwinterungsgebieten und durch mangelndes Insektenangebot während der Brutzeit zusätzlich unter Druck. Direkte Verfolgung durch Fang und Jagd sowie die Aufnahme von Umweltgiften kommen hinzu. Daher ist es erfreulich, dass sich im Beobachtungsgebiet noch 3 bis 4 Brutpaare des Rotmilans etablieren können, die auch den Winter über bleiben und damit auf die unsichere Reise in die westeuropäischen Überwinterungsgebiete verzichten. Deutschland trägt für diesen imposanten Greifvogel eine besondere Verantwortung, da ca. die Hälfte des Weltbestandes bei uns brütet! Leider führt der Rotmilan auch die Liste der Arten an, die als Schlagopfer an Windenergieanlagen bisher festgestellt wurden und deren Ausbau einen neuen Gefährdungsfaktor darstellt. Der Tod eines Partners hat bei Greifvogelbruten fast immer den Tod der Jungen zur Folge. Der Schutz erfolgreich reproduzierender Brutpaare ist deshalb von entscheidender Bedeutung für den Rotmilanbestand. Dies gilt auch für die Wiesenweihe, die als Bodenbrüter im Getreide nur Erfolg hat, wenn der Neststandort mit den Jungen zur Ernte ausgespart und mit einem Schutzzaun gesichert wird. Während der Balz konnten die Wiesenweihen täglich über den Jeetzewiesen beobachtet werden. Es bleibt aber noch spannend, ob und wo die angenommenen drei Paare jetzt tatsächlich brüten. Erwähnt werden sollen auch die noch häufigen Greifvogelarten, wie Mäusebussard, Turmfalke, Sperber und Waldkauz, die ebenfalls festgestellt werden konnten. Hinzu kommen je ein Brutpaar von Schwarzmilan und Rohrweihe. Auch Kranich und Weißstorch sind Brutvögel im Gebiet, denn die feuchten Wiesen der Jeetzeniederung stellen ein wichtiges Nahrungsreservoir da, das auch von Schwarzstorch sowie Grau- und Silberreiher aufgesucht wird. Der geplante Bau eines Windparks in der Jeetzeniederung stellt nicht nur eine akute Gefahr durch Vogelschlag dar, er verändert vor allem die Struktur des Lebensraumes und das hat direkte Auswirkungen auf Brut- und Zugvögel zur Folge.

Die Bürgerinitiative „Pro Jeetzetal“ hat es sich in diesem Zusammenhang zur Aufgabe gestellt, nicht nur die Artenvielfalt der Jeetzeniederung zu erfassen, sondern auch zu erhalten. Das kann nur im breiten Konsens aller Beteiligten geschehen. Alle Bürger sind daher eingeladen, sich einzubringen. Die BI nimmt gern Hinweise und Beobachtungen zum Vorkommen von Vögeln und anderen schützenswerten Arten entgegen. Dazu wird fortlaufend berichtet.

29.4.2015

Zum heutigen internationalen Tag gegen Lärm möchten wir zu folgendem "Offenen Brief zum Infraschall von Windkraftanlagen" der EPAW verlinken.

Offener Brief zum Infraschall von Windkraftanlagen EPAW

26.4.2015

Nach einem halben Jahr BI Pro Jeetzetal ist noch KEIN Windpark Siedenlangenbeck in Sicht.

Auch wenn der Vorhabensträger verkünden lässt, Ende des Jahres mit einem Baubeginn zu rechnen - zu einem Baubeginn ist und bleibt eine Baugenehmigung erforderlich. Diese ist nach aktuellem Kenntnisstand nicht erteilt.

 

Wir sind der Meinung, dass die Errichtung eines Windparks im Jeetzetal aus naturschutzfachlichen Gründen unverantwortbar ist. Diese Meinung werden wir weiterhin vertreten!

 

Nicht nur die Bi sondern die große Mehrheit der Anwohner ist GEGEN die Errichtung des Windparks. 450 Unterschriften, welche wir dem Landrat am 3.3. in einer sehr offenen Diskussionsrunde übergeben haben, belegen dies eindrucksvoll.

Wir haben in den vergangenen Monaten mehrfach auf die Folgen und zu erwartenden Belastungen des Windparks hingewiesen. Auf Grund der Größe der Anlagen wird allein der Schattenschlag zu bestimmten Jahres- und Tageszeiten alle angrenzenden Dörfer (Siedenlangenbeck, Groß Gischau, Püggen, Audorf und sogar Käcklitz) erreichen.

 

Ein Thema, welches nun auch die Öffentlichkeit in Deutschland mehr und mehr erreicht, sind die gesundheitlichen Auswirkungen des durch Windkraftanlagen erzeugten Schalls und Infraschalls. Wir haben zahlreiche Links auf unserer hompage zur Verfügung gestellt und auf den beiden Veranstaltungen in Siedenlangenbeck mehrfach dazu vorgetragen. Dass beispielsweise in Dänemark der Windkraftausbau fast vollständig zum Erliegen gekommen ist, wurde nun auch hierzulande von vielen Medien aufgegriffen. Selbst die Tagesthemen wollten am 10.3. dazu einen Beitrag senden, dieser wurde jedoch wenige Stunden vorher seltsamerweise wieder aus dem Programm gestrichen. Man kann nur erahnen, welche Mächte dort am Werk waren. Die Diskussion wird jedoch unaufhaltsam weitergehen. Derzeit wird z.B. vom BI Regionalverband Taunus e. V. in Hessen Geld für eine Verfassungsbeschwerde gesammelt.

 

In dieser Woche lief im Radio MDR Sachsen Anhalt ein kurzer Beitrag über unsere Bürgerinitiative, in dem wir unsere Positionen klar und deutlich kundgetan haben. Auch weiterhin werden wir nichts unversucht lassen, um die bevorstehende Naturzerstörung im Jeetzetal abzuwenden.

 

Zum Schluss noch eine Korrektur. Bislang sind wir davon ausgegangen (siehe Beitrag vom 11.3.), dass die Weißfläche zwischen Siedenlangenbeck und Püggen während des 1. Entwurfs des Regionalen Entwicklungsplans eine Größe von 18ha hatte, welche im 2. Entwurf nach dem Wegfall des Vorranggebietes Rohrberg bekanntermaßen auf 22ha anwuchs, angeblich durch aktualisiertes Kartenmaterial und geänderter Abstandsempfehlungen. Richtig ist jedoch, dass sich die Weißfläche nicht von sondern um 18ha vergrößerte, also demzufolge zunächst nur eine Größe von 5ha(!) hatte. Wir müssen also wie folgt korrigieren:

Die Metamorphose einer 5ha großen Weißfläche zu einem 22ha großen Windvorranggebiet soll ihre Vollendung in einem 34ha großen Windpark finden.
Wir finden das mehr als unglaublich.

 

Für Fragen, Anregungen, Unterstützung sind wir auch weiterhin sehr dankbar.

24.3.2015

Sie suchten Baugrund und stießen auf einen "Arteser" (siehe Presse), nichts ungewöhnliches für dieses Gebiet. Hier noch einige Bilder zur sprudelnden Quelle, die inzwischen wieder verschlossen ist.

11.3.2015

Einige Nachträge zum Informationsabend der Gemeinde Kuhfelde und der Enercon am 5.3. in Siedenlangenbeck (siehe auch Presse):


Erstens:
Die Metamorphose einer 18ha großen Weißfläche zu einem 22ha großen Windvorranggebiet soll ihre Vollendung in einem 34ha großen Windpark finden.
Wir finden das einfach nur unglaublich.

Kartenquelle http://www.bing.com/maps/

Zweitens:

Schall und Infraschall wurden an dem Informationsabend wieder einmal kleingeredet.

Wie wär es z.B. hiermit? Anwohner wehren sich gegen Windrad-Geräusche

Oder hiermit? Aus Befürwortern werden Gegner

Oder hiermit? Macht Windkraft krank?

Oder hier? Protest gegen buergerwindpark, ich kann keine nacht mehr schlafen.
Oder hier. www.opfer.windwahn.de

 

Googeln Sie mal weiter...

 

 

2.3.2015

Die Unterschriftenaktion ist beendet.

Zusammen mit einer detailierten Stellungnahme werden wir die Listen morgen Nachmittag dem Landrat, Herrn Ziche, in einer gemeinsamen Gesprächsrunde übergeben. Weitere Informationen dazu werden wir in den nächsten Tagen veröffentlichen.

 

„Wir wenden uns gegen die Errichtung der geplanten Windkraftanlagen im Jeetzetal zwischen Püggen und Siedenlangenbeck.
Die Zerstörung der außerordentlichen Natur ist für Mensch und Tier eine Bedrohung.
Wir fordern die Entscheidungsträger des Altmarkkreises Salzwedel auf, sich eindeutig für den Erhalt des Jeetzetales auszusprechen, diese Natur zu schützen und keine Genehmigungen zur Errichtung der Windkraftanlagen zu erteilen.“


Mit diesen einleitenden Worten auf der Unterschriftenliste der BI „Pro Jeetzetal“ konnte sich ein großer Teil der in der Region lebenden Menschen identifizieren.
450 Unterschriften belegen dies eindrucksvoll.
Danke an alle, die sich mit Ihrer Unterschrift zum Erhalt des Jeetzetals einsetzen, denen die Gesundheit der Anwohner nicht egal ist, die sich Sorgen um die Zukunft unserer Region machen.

 

13.2.2015

Heute hatten wir zum zweiten Mal einen Termin zur Akteneinsicht in die Genehmigungsunterlagen beim Altmarkkreis. Die Auswertung der Daten erfolgt in den nächsten Tagen.

 

Wer sich im Internet ausgiebig informiert, stößt immer wieder auf interessante Artikel, exemplarisch ein Beispiel aus Hessen mit folgender Grundsatz-Aussage:

"Entscheidend ist aber, dass es keine Akzeptanz in der Bevölkerung gibt."

Respekt vor den Gemeindevertretern Kalbachs!

 

Am 3.3. werden wir beim Landrat des Altmarkkreises unsere Unterschriftenlisten übergeben. Sie belegen, dass es auch bei uns keine Akzeptanz in der Bevölkerung gibt.

 

6.2.2015

Die BI hatte dem Bürgermeister der Gemeinde Kuhfelde, Herrn Leskien,  gestern per mail vorgeschlagen, eine gemeinsame Informationsveranstaltung mit einem unabhängigen Moderator durchzuführen. Herr Leskien hat das abgelehnt. Er selber wird die Veranstaltung moderieren. Pro und Contra werden also nicht an einem gemeinsamen Podiumstisch sitzen. Damit ist eine wichtige Chance vertan, Bürgern,  Anwohnern und dem Gemeinderat  die Möglichkeit einzuräumen, sich gezielt und unabhängig über verschiedene Standpunkte und Fakten zu informieren.  Wir bedauern das sehr, möchten aber gerade deshalb alle Anwohner und Interessierte bitten, zahlreich an der Veranstaltung teilzunehmen.

Unser Angebot an den Bürgermeister zu einer gemeinsamen Podiumsdiskussion steht selbstverständlich nach wie vor.

 

4.2.2015

Gestern Abend fand im Gemeindehaus Kuhfelde eine öffentliche Gemeinderatssitzung statt. Alle Gemeinderatsmitglieder sowie 7 Bürger, darunter 4 Mitglieder der BI,  waren anwesend.

 

Dazu folgender nicht veröffentlichter Leserbrief von Brigitte Schulz aus Audorf. Nicht veröffentlicht deshalb, da sich der Bürgermeister dem Druck inzwischen beugen musste, und es nun eine erneute Informationsveranstaltung zum Windpark mit dem Gemeinderat, Vertretern der Enercon und der BI geben wird.

 

Zunächst der Hintergrund: Die Bi hatte den Bürgermeister, Herrn Leskien, um Stellungnahme gebeten, warum er seit 2 Wochen keine Antwort auf die Anfrage zu einem gemeinsamen Gesprächstermin gibt. Daraufhin kam aus dem Rat der Vorschlag, sich doch einmal beide Positionen, pro und contra, in einer gemeinsamen Veranstaltung  mit Enercon und BI anzuhören. Der Vorschlag wurde vom Bürgermeister zunächst abgeblockt, Herr Leskien wollte sich in den kommenden Tagen dazu äußern. Nun ging es doch schneller als gedacht. Heute gab es den Termin.

05.03.2015 (Anmerkung:Termin korrigiert am 12.02.) Uhr im Gemeindehaus Siedenlangenbeck – Öffentliche Informationsveranstaltung zum geplanten Windpark.

 

Bitte nehmen Sie alle zahlreich teil! Unsere Region braucht eine starke Stimme.

 

Und hier nun der (nichtveröffentlichte) Leserbrief:

 

„Seit gestern Abend, nach dem Besuch der öffentlichen Ratssitzung in Kuhfelde, bin ich erst recht in Alarmbereitschaft.  Dort musste ich beobachten, dass ernstzunehmende begründete Bürgerfragen eines Siedenlangenbecker Bürgers gar nicht beantwortet oder arrogant übergangen wurden. Ein demokratisches Verständnis oder Verhalten konnte ich nicht bemerken. Einwände besorgter Ratsmitglieder, Vertretern der BI und konstruktive Vorschläge, wurden abgeschmettert und es wurde sogar den betreffenden Räten über den Mund gefahren. Es hat sich für mich der Verdacht bestätigt, dass die betroffene Bevölkerung auf keinen Fall umfangreich über die gravierenden Folgen der Windkraftanlagen informiert werden soll und darüber, wie umfangreich das Leben für viele Menschen beeinflusst wird. Noch in 10 km Umkreis ist der krankmachende Infraschall zu messen. An einem so schützenswerten Areal wie dem Jeetzetal darf man sich nicht vergreifen und muss die Stimme dagegen erheben. Womit sollen im Altmarkkreis junge Fachleute und Fachärzte gewonnen werden zu bleiben oder sich hier anzusiedeln, mit herrlicher Landschaft und unserer „grünen Wiese“ oder der zunehmenden Verspargelung?

Eine Ratsvertreterin fühlte sich persönlich angegriffen durch die Bi; andere waren total verstummt. Ich war sehr beklommen,  dass  sich überhaupt erst eine Bürgerinitiative gründen muss, um Bürgern Gehör zu verschaffen, die große Bedenken gegen Windkraftanlagen vor ihrer Haustür anmelden. An diesem Abend mussten sich diese Bürger ironischer Weise auch noch anhören, sie hätten sich zu spät gegründet und ihre Bürgerpflicht der Information nicht wahrgenommen. Mit ganz flauem Gefühl, nach einem Lehrstück über die praktizierte“ Demokratie“, bin ich nach Hause gefahren. Ich weiß jetzt noch bestimmter, dass die Gegenstimmen noch lauter werden müssen. Die Ratsmitglieder sind zu unterstützen, die ihr gewähltes Amt, alle Bürger zu vertreten, ernst nehmen und nicht persönlich rumschmollen.

Es ist noch nicht zu spät. Das Genehmigungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen.“

 

 

27.1.2015

Bei dem Genehmigungsverfahren Windpark Siedenlangenbeck handelt es sich um ein (nichtöffentliches) so genanntes vereinfachtes Verfahren. Trotzdem hat jeder Bürger laut Umweltinformationsgesetz das Recht auf Akteneinsicht. Von diesem Recht haben wir heute Gebrauch gemacht. Die Genehmigungsunterlagen der Fa. Enercon durften wir komplett einsehen, das Kopieren der Gutachten war untersagt.
Unsere Befürchtungen hinsichtlich Schattenschlag wurden bestätigt. 

Wir gehen davon aus, dass in den Wintermonaten (tief stehende Sonne am Nachmittag und Abend) insbesondere Siedenlangenbeck und Groß Gischau betroffen sein werden.
In den Sommermonaten (Sonnenaufgang und Sonnenuntergang) werden die rotierenden Schatten bis nach Püggen, Audorf und sogar bis nach Käcklitz reichen!!!

Zur Information: Die gesetztlich zulässige Schlagschattendauer über ein Wohnhaus beträgt maximal 30 Minuten am Tag und maximal 30 Stunden im Jahr. Bei Überschreitung der Werte, muss die Windkraftanlage abgeschaltet werden.

 

 

20.1.2015

Die Bürgerinitiative lud für Heute Abend den Gemeinderat Kuhfelde zu einer geschlossenen Informationsveranstaltung in das Gemeindehaus nach Siedenlangenbeck ein.
Die Mehrheit des Rates war anwesend. Ziel war es, mit dem Rat ins Gespräch zu kommen, zu diskutieren, zu informieren.
Wir haben unsere Ziele und Positionen dargestellt und nochmals auf die absolut unakzeptablen Auswirkungen des Windparks auf die Menschen der Region hingewiesen sowie an die Verantwortung des Gemeinderates appelliert.
Die Veranstaltung fand in einer offenen, sich gegenseitig respektierenden Atmospähre statt.
Leider könnte der Bürgermeister nicht anwesend sein. Da gerade er noch jede Menge Fragen zu beantworten hat, werden wir ihn zu einem nächsten Termin wieder einladen.

 

 

21.11.2014

Zu der ersten offenen Informationsveranstaltung der BI im Gemeindehaus Siedenlangenbeck sind ca. 70 Bürger der Region anwesend. Die BI informiert in verschiedenen Vorträgen zum Thema Windenergie, über den aktuellen Planungsstand des Windparks und über die zu erwartenden Belastungen für Anwohner und Natur.

Es wird eine neue Unterschriftensammlung gegen den Windpark gestartet.

 

Bitte helfen Sie uns mit Ihren Unterschriften, die Liste kann hier heruntergeladen werden. Die Rücksendeadresse finden Sie unter Kontakt oder Impressum.

Unterschriftenliste BI Pro Jeetzetal
Unterschriftenliste_Pro-Jeetzetal.pdf
PDF-Dokument [232.4 KB]

 

24.10.2014

Gründung der Bürgerinitiative Pro Jeetzetal.

In Siedenlangenbeck sind 9 Frauen und Männer zusammengekommen mit dem einstimmigen Ziel, den Windpark Siedenlangenbeck zu verhindern.

 

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